Erneuter Anschlag auf Wahlkreisbüro der Linken

Im folgenden Dokumentieren wir einen Indymedia Artikel der Partei „die Linke“

„Auf das Wahlkreisbüro der Dortmunder Abgeordneten und innenpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Ulla Jelpke, ist in der Nacht zum Donnerstag ein Anschlag mit Buttersäure verübt worden. .
www.dielinke-dortmund.de

28. Januar 2010 Christian Seyda
Säure-Anschlag auf LINKE-Wahlkreisbüro der Abgeordneten Ulla Jelpke in Dortmund

Flasche mit Buttersäure

Auf das Wahlkreisbüro der Dortmunder Abgeordneten und innenpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Ulla Jelpke, ist in der Nacht zum Donnerstag ein Anschlag mit Buttersäure verübt worden.

Die Dämpfe der Buttersäure reizen Augen, Atemwege und Haut stark. Ein direkter Kontakt mit der Flüssigkeit bewirkt schwere Verätzungen. Buttersäure weist schon in sehr geringen Konzentrationen einen extrem unangenehmen, ranzigen Geruch auf. Das Büro ist damit vorerst nicht benutzbar.

„Wir kennen die Täter noch nicht, aber es ist naheliegend, sie in neofaschistischen Kreisen zu suchen. Es ist wohl kein Zufall, dass der Anschlag in der Nacht vor einer von der Partei DIE LINKE bundesweit durchgeführten Plakatieraktion gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden erfolgte“, erklärt Ulla Jelpke. „Ich bin zuversichtlich, dass dieser feige Anschlag ebenso wie das Verbot der antifaschistischen Plakate zusätzlich mobilisierende Wirkung haben wird. Jetzt heißt es erstrecht: Am 13. Februar alle nach Dresden und den Naziaufmarsch blockieren!“ www.dresden-nazifrei.com/

Der Säureanschlag ist bereits der fünfte Anschlag auf das Wahlkreisbüro innerhalb der letzten Jahre. Im Sommer vor zwei Jahren hatten mutmaßlich Neofaschisten im Vorfeld eines Naziaufmarsches das Büro mit Stahlkugeln beschossen – eine potentiell tödliche Waffe.“

In unseren Augen war dieser Anschlag, jedoch leider, in gewisser Form abzusehen, da die Dortmunder Neo-Nazis in letzter Zeit keine großen Erfolge wahrnehmen konnten und auch politisch immer weniger Akzente setzten. So war es bspw. des öfteren mitzubekommen das es immer wieder „gratis Applaus“, für Neo-Nazis, gab und mehrere linke Veranstaltungen ohne Probleme durchgeführt werden konnten. Das dies grade dem lokalen Ansehen der Neo-Nazis schadet ist klar. Somit ist es eine logische Konsequenz das die Nazis sich „zu Wort melden“ mussten im ihr Image und den Ruf der „vermeintlichen Hochburg“ nicht zu verlieren. Dies alles macht die jedoch die Gefahr der Dortmunder Neo-Nazis nicht weniger, wie dieser Anschlag beweist. Die einzig logische Konsequenz aus diesem kann nur eine starke antifaschistische Jugend Bewegung sein, welche entschlossen und auf allen Ebenen den Nazis entgegentritt.