Archiv für August 2010

S4-Bündnis im Interview mit Lab2010.tv

Auf dem Blog von Lab2010.tv gibt es nun ein Interview zur Problematik in Dortmund und den Protesten am kommenden Wochenende.
Lab2010.tv

NAZIS IM FRIEDENSPELZ? IN DORTMUND NUR UNTER PROTEST!

Rechtsextreme Gruppen rufen für den 3.+ 4. September zum 6. Nationalen Antikriegstag in Dortmund auf. Sonja Brünzel, Pressesprecherin des antifaschistischen S4-Bündnis, liefert im Interview einen Ausblick auf das Geschehen, bringt politisch motivierte Übergriffe im Vorfeld der Veranstaltung zur Sprache und gibt Tipps zum Gegenprotest.
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Versuchter Neo-Nazi Angriff auf „Hirsch-Q“

In der vergangenen Nacht von Mittwoch auf Donnerstag versuchten ca. 20 Neo-Nazis die Kneipe „Hirsch-Q“ in der Innenstadt anzugreifen.
Gegen 1:00 Uhr kam eine Gruppe von 20 schwarz gekleideten Personen, aus Richtung Norden, und skandierte am Anfang der Brückstr. rechte Parolen. Nach wenigen Sekunden flogen die ersten Steine und Flaschen in Richtung Kneipe. Die Besucher_Innen setzten sich jedoch entschieden zu wehr und es kam zu direkten Auseinandersetzungen woraufhin die Neo-Nazis in Richtung Hauptbahnhof flohen. Dort wurden später von der Polizei fünf festgenommen, ihnen droht eine Anzeige wegen Landfriedensbruch und schwerer Körperverletzung. Insgesamt wurden drei Menschen verletzt, einer davon durch Pfefferspray welches die Neo-Nazis bei ihre Flucht panisch versprühten.
Die Polizei welche nach ca. 5-10 min. eintraf sperrte die Brückstr. und lies niemanden mehr weg, erst nach einer halben Stunde lockerte sich das Polizeiaufgebot.
Vor Ort liess die Polizei nach Angaben von Zeugen_Innen verlauten das die Neo-Nazis niemals vor hatten die Kneipe anzugreifen sondern lediglich das Kino nebenan. Schon am Nachmittag verteilten ca.30 Neo-Nazis in Do-Applerbeck Flyer für ihre Demonstration. Das die Polizei in Dortmund nun wieder einmal von einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen aus den politischen Lagern „rechts/links“ spricht, verdeutlicht die Tatsache wie selbige mit den Neo-Nazis umgeht. Dies war der erste größere Angriff von Neo-Nazis seid längerer Zeit, auf die Kneipe „Hirsch-Q“. Zuletzt kam es des öfteren zu Angriffen auf Privathäuser oder Personen die vermeintlich Links sein.

Presse:
der Westen
Ruhrbarone
Ruhrnachrichten
S4-Bündnis
Ruhrnachrichten 2

03.09. >> Vorabenddemo!

Wie schon in den vergangenen Jahren wollen am 4. September über Tausend Neonazis in Dortmund ihren so genannten “Nationalen Antikriegstag” veranstalten. Dieses Jahr ist jedoch neu, dass sie versuchen unter Polizeischutz durch die Dortmunder Nordstadt zu laufen und zusätzlich am Vorabend, den 3. September, ein Rechtsrock-Konzert mitten in der Innenstadt abhalten wollen.
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„Aktionswochen“ der Neo-Nazis

„Viele interessante Gespräche geführt…“ Dies oder ähnliches wird man in der nächsten Zeit auf dem Info-Blog des „nationalen Antikriegstag“ lesen dürfen.
Seid Montag versuchen die Dortmunder Neo-Nazis in die „offensive“ zugehen. Wie im vergangenen Jahr rufen sie zu „Aktionswochen“ für den „nationalen Antikriegstag“ auf.
So verteilten sie am Montag in der Innenstadt Flyer und hielten gegen Abend einen Infostand am Hauptbahnhof ab. Wie im letzten Jahr nicht ohne massiven Polizeischutz und antifaschistischen Gegenprotest.
Bei den „Aktionswochen“ der Neo-Nazis handelt es sich hauptsächlich um gemeinsames Flyern gehen und nächtliche Sticker-Touren. Dabei ist der Erfolg oft fraglich. Den Neo-Nazis geht es dabei eher um ein „offensives“ Auftreten und Aktivismus um nach außen hin, vor allem in die eigene Szene, stärke zu beweisen.
Das es meist auf Platzverweise oder Personalienkontrollen hinausläuft und nur wenige Passanten_Innen wahres Interesse zeigen, wird vor allem durch das Bild der Demonstration am „nationalen Antikriegstag“ klar.
Zu beobachten ist, dass vor allem junge Neo-Nazis aus den umlegenden Städten ihr Gesicht riskieren müssen um eine „Wir“-Gefühl Erfahrung zu machen und den Aktionismus der „autonome Nationalisten“ zu befriedigen.
Nichts desto trotz ist dies kein Grund den Neo-Nazis ohne weiteres die Innenstadt zu überlassen. Wer immer auf den laufenden sein will, dem sei das Antifa-Medienzentrum Dortmund ans Herz gelegt, welches Regelmäßig und aktuell über die Naziaktivitäten berichtet. Spontaner Protest ergibt sich meist von ganz allein.