„Aktionswochen“ der Neo-Nazis

„Viele interessante Gespräche geführt…“ Dies oder ähnliches wird man in der nächsten Zeit auf dem Info-Blog des „nationalen Antikriegstag“ lesen dürfen.
Seid Montag versuchen die Dortmunder Neo-Nazis in die „offensive“ zugehen. Wie im vergangenen Jahr rufen sie zu „Aktionswochen“ für den „nationalen Antikriegstag“ auf.
So verteilten sie am Montag in der Innenstadt Flyer und hielten gegen Abend einen Infostand am Hauptbahnhof ab. Wie im letzten Jahr nicht ohne massiven Polizeischutz und antifaschistischen Gegenprotest.
Bei den „Aktionswochen“ der Neo-Nazis handelt es sich hauptsächlich um gemeinsames Flyern gehen und nächtliche Sticker-Touren. Dabei ist der Erfolg oft fraglich. Den Neo-Nazis geht es dabei eher um ein „offensives“ Auftreten und Aktivismus um nach außen hin, vor allem in die eigene Szene, stärke zu beweisen.
Das es meist auf Platzverweise oder Personalienkontrollen hinausläuft und nur wenige Passanten_Innen wahres Interesse zeigen, wird vor allem durch das Bild der Demonstration am „nationalen Antikriegstag“ klar.
Zu beobachten ist, dass vor allem junge Neo-Nazis aus den umlegenden Städten ihr Gesicht riskieren müssen um eine „Wir“-Gefühl Erfahrung zu machen und den Aktionismus der „autonome Nationalisten“ zu befriedigen.
Nichts desto trotz ist dies kein Grund den Neo-Nazis ohne weiteres die Innenstadt zu überlassen. Wer immer auf den laufenden sein will, dem sei das Antifa-Medienzentrum Dortmund ans Herz gelegt, welches Regelmäßig und aktuell über die Naziaktivitäten berichtet. Spontaner Protest ergibt sich meist von ganz allein.