Archiv für Dezember 2010

Endspurt…

Eine Woche noch und das Jahr 2010 wird zu ende gehen, zuvor jedoch noch einige Informationen zu aktuellen Ereignissen und kommenden Terminen.

*UPDATE*
Nazis:
24.12.: Aktuell, so berichtet das Antifa Medienzentrum Dortmund, stehen 12 Neo-Nazis inklusive Christian Worch an den Katharintreppen am Dortmunder Hauptbahnhof und unterhalten sich mit sich selbst.
Die Kundgebung war von den Neo-Nazis am 04.12. angekündigt worden nachdem sich ihr Aufmarsch nicht wie geplant durch den Süden Dortmunds bewegen konnte, weil zahlreiche Antifaschisten_Innen teile der Route blockierten.
Bericht Antifa Union.
31.12.: Berichten der Antifa Union zu folge werden Neo-Nazis, ebenso am 04.12. angekündigt, durch Dorstfeld marschieren und dort auch erneut ein Rechts-Rock Konzert abhalten. Die Beteiligung an der heutigen Kundgebung sowie die schlappe am 04.12. lässt allerdings eine rege Teilnahme am Aufmarsch erahnen.
Für Informationen zu möglichen Gegenprotesten schaut entweder bei uns oder auf der Seite des Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) vorbei.
NRW Rechts außen.

Sonstiges:
Heute ging mit Recherche Ruhrgebiet eine Seite ins Netzt welche Menschen in Zukunft über Neo-Nazis aus der Region informieren wird und bspw. Outings dokumentiert, welche in den letzten Jahren gelaufen sind.
Für den 15.03.2011 ruft die Antifa Jugend Dortmund zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt auf, am internationalen Tag gegen polizeigewalt, soll so auch in Dortmund auf die Gewalttaten von Polizisten_Innen hingewiesen werden.

Bonus:
In diesem Sinne, dass Lachen nicht verlernen und erfolgreiche freie Tage.


Bericht der Antifa-Demo vom 18.12.

via DAB

Am 18.12.2010 demonstrierten bis zu 250 Menschen in Dortmund gegen Nazi-Terror und für Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt. Aufgerufen hatte das Dortmunder Antifa Bündnis (DAB). Anlass für die Demonstration war der Überfall von Mitgliedern der “Skinheadfront-Dortmund-Dorstfeld” am Samstag, dem 11.12.2010, auf die Kneipe “Hirsch-Q”.
Gegen 16:00 Uhr sammelten sich nach und nach bis zu 250 Menschen an den Katharinentreppen vor dem Dortmunder HBF. Nach kurzer wetterbedingter Verzögerung startete die Demonstration. Dabei wurde mit einem Redebeitrag über “Kategorie C” informiert. Die Demo startete in Richtung Hirsch-Q über den Wall, auf diesem wurde auf der Höhe des alten Postgebäudes über den Neonazianwalt und das “pro-NRW”-Mitglied André Picker informiert. An der “Hirsch-Q” angekommen, wurde eine erste Zwischenkundgebung abgehalten. In Redebeiträgen wurde über den Tathergang informiert sowie die anliegenden Geschäfte und Kiosks zur Solidarität mit der Kneipe und den Opfern des Angriffs aufgerufen. Zudem wurde eine Pressemitteilung der Kneipe “Hirsch-Q” vorgelesen, die im Wesentlichen auf einer Stellungnahme der genannten Kneipe basiert. In dieser wurde die Tatsachen verdrehende Berichterstattung seitens Polizei und Lokalpresse und das mangelnde Problembewusstsein der Stadt Dortmund im Umgang mit Neonazis kritisiert.

Danach zog die Demonstration lautstark in Richtung des Museums am Ostwall (MaO), wo eigentlich am selben Tag eine Veranstaltung des “UZ-Dortmund” stattfinden sollte. Diese musste jedoch aufgrund der bürokratischen Nutzungsvereinbarung der Stadt Dortmund abgesagt werden. Ein Redebeitrag ging kurz auf das mangelnde Interesse der Stadt an junger, kreativer, unkommerzieller und alternativer Kultur ein. Von dort aus ging es weiter zur Abschlusskundgebung auf dem Friedensplatz. Hier boten die Aktivist_innen des UZDO eine mobile Küche für alle (KüfA) an und versorgten die Demonstranten_innen mit warmen Essen und Getränken.

Die gesamte Demo über wurde auf das mangelnde Problembewusstsein der Stadt sowie der Polizei hingewiesen. Die Polizei hingegen versuchte durch ein Spalier und erneut mit übertriebenen Auflagen das Auftreten der Demonstration und dessen Anliegen zu kriminalisieren. Zudem wurde immer wieder damit gedroht, einzelne Menschen aus der Demo zu ziehen sowie den Lautsprecherwagen und dessen Besatzung anzugehen. Trotz des schlechten Wetters und der kurzen Mobilisierung freuen wir uns, dass es rund 250 Menschen geschafft haben die Demonstration kraftvoll zu unterstützen. Entschuldigen wollen wir uns an dieser Stelle für die recht lange Wartezeit am Startpunkt.

Am selben Tag sollte außerdem ein Weihnachtskonzert der Rechtsrock-Band “Kategorie-C” im Raum Dortmund stattfinden. Dies musste allerdings Dank der Intervention von Antifaschist_innen in einer Ersatzlokalität in Oberhausen stattfinden.

Die Ereignisse in den vergangenen Tagen haben uns erneut aufgezeigt, dass wir uns nicht auf Erfolgen ausruhen können, sondern dass sich nur durch langfristige antifaschistische Arbeit Änderungen ergeben werden.

Urteil gegen Dortmunder Nazi verschoben

Heute sollte vor dem Landgericht in Dortmund das Urteil gegen einen Neo-Nazi ausgesprochen werden der im Jahr 2008 einen Studenten Angriff und schwer Verletzte.
Jetzt kamen jedoch neue Tatvorwürfe zum Vorschein, damit verschiebt sich das Urteil erneut. Am 05.01.2011 wird die neue Zeugin, die dem Täter vorwirft auch Sie geschlagen zu haben, vor dem Landesgericht angehört.
Am 04.09.2008 griff der Täter mit anderen Neo-Nazis Menschen an die gegen den damaligen Antikriegstag protestierten.

der westen

Was war noch gleich!?

Am Wochenende gab es in Dortmund, erneut, eine Antifa-Demo. Diese bezog sich auf den Überfall von Neo-Nazis auf die Kneipe „Hirsch-Q“ am vergangenen Wochenende. Aufgerufen hatte das Dortmunder Antifa Bündnis unter dem Motto “ Gegen den Neonazi-Terror! Solidarität mit der „Hirsch Q“ und den Opfern rechter Gewalt!“. Diesem Aufruf folgten rund 250-300 Menschen, welche Lautstark und kämpferisch durch die Dortmunder Innenstadt zogen. Am Abschlusskundgebungsort, gab es dann noch eine warme Malzeit vom UZ-Dortmund.
Einen Tag vorher machten Dortmunder Antifaschisten_Innen bekannt das die rechte Hooligan-Band „Kategorie-C“ vorhabe im Raum Dortmund ein Konzert zu veranstalten. Daraufhin musste dieses von den Neo-Nazis nach Oberhausen verlegt werden.
Bereits am Sonntag eine Woche zuvor, demonstrierten spontan, 100 Menschen gegen rechte Gewalt in Dortmund.