Archiv für Februar 2011

Dortmunder „führt“ weiter DVU in NRW an.


Waldemar Stanko fungiert derzeit als kommissarischer Landesvorsitzender der DVU in NRW.
Dies verbreitete heute Hans-Gerd Wiechmann, der bekannteste Vertreter der Gegner einer „Fusion“ mit der NPD. Vakant geworden war das Amt an der Spitze der „Volksunion“ in Nordrhein-Westfalen, nachdem der bisherige Landesvorsitzende Max Branghofer Ende Januar zu „pro NRW“ gewechselt war. Stanko war bis zu Branghofers Abgang dessen Stellvertreter.
Stanko werde „schnellstmöglich“ einen Landesparteitag einberufen, bei dem ein neuer Vorstand gewählt werde, teilte Wiechmann mit.
Wie Branghofer kommt auch Stanko aus Dortmund. Für die DVU gehört der 61-Jährige der Bezirksvertretung Eving an. (ts)

Hin und her bei „pro NRW“

Duisburg/Dortmund/Essen/Gelsenkirchen – Der Vorstand des „pro NRW“-Bezirksverbands Ruhrgebiet hat am Mittwochabend in Gelsenkirchen getagt – und dabei wieder einmal eine Reihe von Ankündigungen produziert.

In Duisburg soll demnach turnusgemäß demnächst ein neuer Vorstand gewählt werden. Auch eine eigene Internetseite werde der Kreisverband erhalten.

Anfang März wird die mehrfach verschobene Gründung eines Kreisverbands in Dortmund nachgeholt werden, kündigte „pro NRW“ an. Über die Arbeit in der Stadt im Osten des Ruhrgebiets referierte in der Vorstandssitzung Gerald Branghofer, bis zu seinem Ende Januar erfolgten Wechsel zur selbst ernannten „Bürgerbewegung“ Mitglied der DVU, Sohn des Ex-DVU-Landesvorsitzenden Max Branghofer und Bezirksvertreter in Dortmund-Huckarde.

Auf die Frage, ob die neue „pro NRW“-Gruppierung in ihren Aufbaubemühungen ebenso wie die Dortmunder DVU auch auf Neonazi-Strukturen zurückgreifen wird*, geht der offizielle Bericht der sich seriös gebenden Rechtspopulisten naturgemäß nicht ein.

Zur Reaktivierung des Kreisverbandes Essen soll noch in dieser Woche eine Mitgliederversammlung stattfinden. Spätestens im März, so „pro NRW“, werde dann ein neuer Kreisvorstand gewählt.

Bezirkschef Kevin Gareth Hauer erklärte gewohnt vollmundig, Ziel sei es, bei den Kommunalwahlen 2014 „mindestens in Gelsenkirchen, Essen, Dortmund, Recklinghausen, Herne, Bochum, Mülheim und Oberhausen in Fraktionsstärke in die Stadträte einzuziehen“.

Hauers eigene Gelsenkirchener „pro“-Ratsfraktion lädt am Sonntag, 13. März, zu einem „Empfang“ in das Schloss Horst ein. In einem der Tagungsräume des Hauses steht für Mandatsträger und geladene Gäste unter anderem ein kommunalpolitischer Jahresrückblick auf dem Programm. (ts)

Ge(h)denken!?


„In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 20.02., beschäftigten Unbekannte das Kriegerehrenmal im südlichen Dortmunder Stadtteil Löttringhausen. In einem Bekennerschreiben, das auf der linken Medienplattform linksunten.indymedia.org veröffentlicht wurde, heißt es: „Menschen, die solche Grausamkeiten möglich machten, und nach der Machtübernahme Hitlers diese Taten auch noch im Krieg verteidigten, sind nicht mehr als ehrbare Menschen anzusehen und verdienen kein Denkmal.“ Auf den angehängten Bildern sind neben dem pink angemalten Stahlhelm eines uniformierten Soldaten mehrere Schriftzüge mit der Losung „Deutsche Täter sind keine Opfer“ zu erkennen. Bereits im November 2010 kam es im Rahmen einer gegen „das in Stein gehauene Geschichtsverständnis der Deutschen“ – so der Aufruf – zu mehreren Sachbeschädigungen an Kriegerdenkmälern im Ruhrgebiet.

Das Kriegerehrenmal wurde um 1935 von der Stadt Dortmund und einigen Bezirksvertretungen in Auftrag gegeben. Auch die Dortmunder Neonazis veranstalteten hier schön des Öfteren ihr „Heldengedenken“. “
via Antifa Union

Wir erinnern uns! Niemand ist Vergessen!


Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 02.04.2011 in Dortmund!

Nichts ist vergessen und nichts wird vergeben!

Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei.
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