Archiv für Februar 2011

Oi! it´s „Grauzone“!

Morgen, wenn in Dresden erneut tausende Nazis im Regen stehen werden, wird in Dortmund zu einem Konzert in der Kaktus-Farm geladen. Dort finden in Regelmäßigen Abständen Oi!/Punk-Konzerte statt. Bisher erfreulicherweise ohne rechtsoffene Bands. Dies soll sich morgen ändern. Am Spieltag von Borussia Dortmund gegen den FC. St. Pauli, sollen „Evil Connduct“ eine Holländische Grauzonen/RAC-Band sowie die rechtsoffene Band „Ghostbastardz“ spielen.
Auch wenn es sich bei dem Konzert nicht um ein geheimes Nazikonzert handelt, bietet die Grauzone rechtsoffenen Punks und vorallem Skinheads gute möglichkeiten ihre verblendeten Ideologien zu verbreiten. Grade in Dortmund ist es somit von großer Brisanz solchen Bands eine Plattform zu bieten und zeugt, zu dem, von mangelnden Problembewusstsein.
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Nazistrukturen wech buffen!

via. ilovegraffiti.de
Mensah-Schramm ist Aktivistin für Menschenrechte und hat es sich seit 1985 zur Aufgabe gemacht, rassistische und antisemitische Aufkleber abzukratzen und Schmierereien zu übermalen, wegzukratzen oder zu übersprühen. Jeden Monat opfert sie dafür 300 € ihrer Rente, um sich Arbeitsmaterialien zu kaufen.

THE HATE DESTROYER (Demo-version) from Fotogramma25 on Vimeo.

Nazis gegen den NWDO

Der Streit über NPD-Landesvorstandsmitglied Thorsten Crämer hat zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Teilen der „freien“ Neonazis und der Partei geführt* – bis hin zur Androhung, dass man diesen Konflikt gegebenenfalls körperlich und handfest austragen werde. Aber auch NPD-intern gibt es Streit um den Kurs und Personalien. Der Kölner Neonazi Paul Breuer baut nun öffentlich eine dritte Front auf: jene parteilosen „Kameraden“, die ihm und Axel Reitz folgen, gegen Dortmunds „Autonome Nationalisten“.

Wie schon bei der Kampagne gegen Crämer geht es auch in diesem Fall nicht um aktuelle Vorwürfe. Breuer veröffentlichte vielmehr auf seiner Facebook-Seite mehrere Fotos aus dem Sommer 2009. In der Bildzeile empörte er sich: „Die ,Autonomen Nationalisten’ (AN) Dortmund machen Wahlkampf für den bundesweit bekannten Verräter und Spitzel Thorsten Crämer, Mitglied des LV der NPD in NRW!!!“ Neuigkeitswert hat die Veröffentlichung der Fotos nicht. Auch an dieser Stelle war Mitte August 2009 berichtet worden, dass Dortmunds Rechts-„Autonome“ einen Infostand der NPD in der Wittener Fußgängerzone unterstützt hatten, bei dem die Fotos entstanden sind.

Aber Breuer, Nationalsozialist der „alten Schule“, nutzt sie, um mit den Rechts-„Autonomen“ abzurechnen. Nur Verachtung hat er für sie übrig. In der Vergangenheit veröffentlichte er bereits Videos, in denen er sich über vermummte Hobby-Revolutionäre lustig machte. Nun schreibt Breuer: „Es gibt keine ,Autonomen NS’ oder ähnliches! Wir unterliegen mehrere Ordnungen: meinem Vorges. in der Struktur, meinem Volk, meinem Gewissen, Naturgesetzen usw. ANs sind ZECKEN!!!!“ Die Rechts-„Autonomen“ hingegen würden „Nation, Führerprinzip, NS, Sozialismus usw.“ ablehnen, wirft er ihnen vor.

Diese Rechts-„Zecken“ hätten im vorigen Kommunalwahlkampf dem „NS-Hasser“ Crämer geholfen, obwohl seit etwa zehn Jahren bekannt sei, dass es sich um einen „Verräter und Spitzel“ handele, ereifert sich der Kölner Neonazi. Zwar habe es einen „Abgrenzungsbeschluß“ in Sachen Crämer gegeben, den die „Autonomen Nationalisten“ aus Dortmund vor sechs Jahren unterschrieben hätten. „Aber was zählt das schon wenn es darum geht mit Feinden des NS und damit der Deutschen gemeinsame Sache zu machen?“, fragt Breuer. (ts) <-- mehr infos.

Die Extremismusformel…

Morgen findet der zweite Vortrag, im Rahmen der antifaschistischen Vortragsreihe „WAS GEHT MICH DAS AN!?“, im Kulturcafé Tranta-Babu statt. Organisiert wird die Reihe vom Dortmunder Antifa Bündnis (DAB). Passend zur aktuellen Debatte, welche nun auch in Dortmund Einzug fand, wird ein Referent des Antirassistischen Bildungsforum Rheinland zum Thema Extremismus referieren! Beginnen wird die Veranstaltung um 19:30 Uhr.