Archiv für April 2011

Gegen Nazitrottel – auch in Wickede!

via Antifa Union

„Seit genau einer Woche ist die Website des Nationalbündnis Dortmund-Wickede online. Gemäß ihres Selbstverständnisses versteht sich die neue Dortmunder Nazi-Gruppe als Teil einer nationalen Bewegung und erklärt im gebrochenen Deutsch: “Die Nationale Bewegung bezieht Stellung gegen Kapitalismus, Antideutschen-Rassismus, sowie Imperialismus ,Fremdarbeiterinvasionen in verschiedenen Stadtteilen Dortmunds”. Ferner fordert die Gruppierung: “Deutschland den Deutschen”. Dortmund-Wickede liegt am östlichen Rand von Dortmund und grenzt an die Stadt Unna. Die Gruppe zeichnet bisher für mehrere kleine Kritzeleien mit rechten Parolen an Bahnhaltestellen und in Schulen verantwortlich. Bisher ist allerdings keine organisatorische Verbindung zu den “Autonomen NationalistInnen” aus Dorstfeld erkennbar. Ob es sich ebenfalls nur um eine kurzlebige Neugründung wie im Falle des Nationalen Widerstand Nordstadt oder der Aktionsgruppe Kirchlinde handelt, muss weiter beobachtet werden. “

Kehraus mit dem Eisenbesen

Zur Dortmunder Nordstadtdebatte

Die andauernde Diskussion um die Dortmunder Nordstadt ist in den letzten Wochen um einige traurige Tiefpunkte reicher geworden. Die bsz nimmt die aktuelle Debatte näher unter die Lupe.

Thomas Bahr, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord, spricht von „menschenverachtenden Lebensformen von Randexistenzen aus ganz Europa“, wenn er an die neuen osteuropäischen Zuwander_innen und das Rotlichtmilieu denkt. In den letzten Wochen forcierten CDU und SPD mit der Einrichtung eines Sperrbezirks das stadtweite Verbot der Straßenprostitution. Die Prostituierten wiederum antworten in einer Erklärung, sie haben Angst vor „gewaltbereiten Kunden und Schutzgelderpressern“ – davor, wieder „ohne Sicherheitsanlage in abgelegenen Gebieten arbeiten zu müssen“. Solange eine Nachfrage nach Prostitution bestehe, werde sie bedient werden. Oberbürgermeister Ulrich Sierau (SPD) aber will in der Nordstadt „aufräumen“, „heruntergekommene Häuser mit heruntergekommenen Einwohnern räumen lassen“. Durch die Zeitungen geistert die Formulierung vom „Eisenbesen“. Die wenige Kritik, die in dieser Debatte geäußert wird, beklagt, es werde rassistisch mit Menschen wie mit Dingen verfahren. Ende März ziehen dann etwa 75 Prostituierte und Unterstützer_innen vor das Dortmunder Rathaus, um die Schließung des Straßenstrichs, ihres Arbeitsplatzes, in letzter Minute zu verhindern.
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Stadt will Nazis beobachten

Durch eine Pressemitteilung der Antifa Union wurde vor wenigen Tagen bekannt das Dortmunder Neonazis und Hooligans der ehemaligen „Borussenfront“ am Freitag deren Geburtstag feiern wollen. Die Feier soll im „Nationalen Zentrum“ auf der Rheinischen Str.135 stattfinden. Das Gebäude wurde zum Anfang des Jahres von der Stadt, dank antifaschistsicher Intervention, gekauft um zu verhindern das Neonazis das Haus ersteigern.
Nun hat sich die Stadt zu der Pressemitteilung geäussert. Sie wollen das Geschehen rund um das Haus im Auge behalten und sollte es die Lage zulassen, einschreiten.
Den polizeilichen Behörde liege bislang keine Information zu Grunde das es zu einer derartigen Feier kommen könnte so die zuständige Stelle. Das auf den Dortmunder Staatschutz in dieser Hinsicht keinerlei verlass ist zeigt nicht zuletzt der seit Jahren gleiche Jahresbericht zur Dortmunder Naziszene. Somit wird es wohl oder übel erneut an antifaschistischen Strukturen hängen bleiben die Nazifeier platzen zu lassen.

Presse:
der Westen

Erneut Farbenfroheit für das „Nationale Zentrum“

via Antifa Union


„„Gestern Abend haben wir eine Farbattacke auf das Nationale Zentrum in Dortmund-Dorstfeld erfolgreich durchgeführt“, heißt es in einem Bekennerschreiben, das heute in den frühen Morgenstunden auf indymedia.linksunten.org veröffentlicht wurde. An dem Haus an der Rheinischen Straße 135 in der westlichen Innenstadt finden sich immer noch zahlreiche bunte Farbkleckse, die vermutlich von an der Fassade zerplatzten Farbbomben stammen. Die Fassade des Erdgeschosses, in der sich das eigentliche „Nationale Zentrum“ befindet, wurde offenbar schon wieder gereinigt. Die AktivistInnen geben in ihrem Bericht an, bei der Ausführung der Aktion von zwei Neonazis überrascht worden zu sein, die plötzlich aus dem Neonazitreffpunkt kamen. Erst letzte Woche hatten Unbekannte eine große Farbattacke auf das Gebäude durchgeführt, sodass eine Handvoll Neonazis über mehrere Stunden hinweg mit den Reinigungsarbeiten beschäftigt war.“