Archiv für Juli 2011

Nach versuchtem Nazi angriff, spontan Demo

via DAB / Alerta!


In der Nacht zum Freitag, dem 29. Juli, haben Dortmunder Neonazis in Hacheney eine Gruppe AntifaschistInnen überfallen. Gegen 2:45 Uhr bemerkte die Gruppe den Kleinbus der Dortmunder Nazis, einen VW mit dem Kennzeichen DO-UC-7875, der mit Schrittgeschwindigkeit an ihnen vorbeifuhr. Als die Neonazis eine der Personen als Antifaschisten erkannten, wendeten sie und sprangen mit Sturmmasken vermummt und Hiebwaffen in der Hand aus dem VW-Bulli. Fünf Neonazis griffen die AntifaschistInnen mit Baseballschägern, Pfefferspray, mitgeführten Steinen und Flaschen sowie mindestens einem Messer an, wobei von den Neonazis unter anderem die Drohung „Jetzt bist du dran, ich stech dich ab!“ ausgesprochen wurde. Während des etwa sechsminütigen Angriffs holten die Nazis immer wieder Flaschen und Steine aus dem Wagen, der für den Nachschub quer auf der Straße rangiert stand.
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Interview: Im Gespräch mit dem DAB

Im September wollen Nazis wieder in Dortmund demonstrieren. Verschiedene Gruppen stellen sich ihnen entgegen. Eine davon ist das Dortmund Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB). Ein Interview mit DAB-Sprecherin Hannah Piehl.

Ruhrbarone: Am 3. September planen die Nazis wieder ihren “Antikriegstag” in Dortmund. In den vergangenen Jahren hat die Polizei versucht, den zu verbieten. Rechnet ihr auch in diesem Jahr damit?

Hannah Piel: Gleich zu Anfang der Blick in die Kristallkugel! Das ist schwierig zu beantworten. Die Polizei ist mit ihren Verboten bisher immer am Bundesverfassungsgericht gescheitert. Andererseits versuchen sie mit den Verbotsversuchen ihr Gesicht zu wahren und nach aussen zu vermitteln, das sie ja gerne anders handeln würden, ihnen aber keine Alternative dazu bleibt den Nazis ganze Stadtteile zur verfügung zu stellen. In so fern könnte es schon sein das die Polizei wieder versucht den Aufmarsch zu verbieten.
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Anfang eines Dialog

NordstadtWatch

Am 18.07.11 veranstaltete das Sweet Sixteen Kino im Depot eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion. Der Film “Im Ghetto. Die Roma von Stolipinowo” von Hermann Peseckas und Andreas Kraus aus dem Jahr 2008 beschäftigt sich mit der Lebenssituation und den alltäglichen Erfahrungen von Roma aus Bulgarien, die in Stolipinowo, dem “größten Roma-Ghetto Südosteuropas”, leben. Der Zusammenhang von rassistischer Ausgrenzung und Armut sowie die fortlaufenden Konflikte zwischen den “Altbewohner_innen” und “Zugewanderten” aus Rumänien und Bulgarien werden thematisiert. Eine Zuschauerin verfasste einen Bericht des Abends und der Diskussion, welcher im Folgenden zu lesen ist:
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02.09. Nazis wollen in den Süden

Wie heute aus einem Zeitungsbericht bei der Westen bekannt wurde, wollen die Neonazis am ersten September Wochenende zwei Demonstration abhalten. Durften die Neonazis letztes Jahr, um die Zeit, noch mitten in der Innenstadt ein Rechts-Rock Konzert unter Polizeischutz veranstalten zieht es sie dieses Jahr wieder in den Süden Dortmunds. Dort wurde zuletzt am 04.12.2010 ein Naziaufmarsch durch Antifaschisten_Innen so blockiert das er stark gekürzt gelaufen werden musste. In der Vergangenheit versuchten es die Neonazis immer wieder, auch zum Antikriegstag, durch den Süden der Dortmunder Innenstadt zu laufen. Diese Aufmärsche verliefen jedoch nie ohne große Gegenwehr der dort Wohnhaften Bürger_Innen.
Am selben Abend des 02.09. werden zu dem zwei Demonstrationen nach Dorstfeld führen, von dennen eine das Dortmunder Antifa-Bündnis organisiert.