Archiv für Juli 2011

Im Gedenken an Carlo Giuliani

via Indymedia
Anlässlich des 10. Jahrestages der Ermordung von Carlo Giuliani versammelten sich heute ca 70 Menschen zu einer Spontandemo in Dortmund, um ihrer Wut und Trauer Ausdruck zu verleihen. Nach ca. 10 Minuten wurde die Demo durch Übergriffe der schnell anwesenden Bullen gesprengt.
Gegen 19:15 Uhr startete die Demo mit ca 70 TeilnehmerInnen im Dortmunder Westpark. Begleitet von Pyrotechnik und lautstarken Parolen wie „Carlo Giuliani, das war Mord“ zog die Demo über die Möllerbrücke und Lindemannstraße auf den Neuen Graben. Auf dem Weg wurden die zahlreich anwesenden PassantInnen mit Flyern über den Anlass der Demo informiert. Die Reaktionen waren geteilt, wohl auch bedingt durch die teils ziellos geworfenen Böller.
In der Nähe der U-Bahnstation Saarlandstr. fuhr ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit hoher Geschwindigkeit trotz errichteter Barrikaden und Farbflaschenwürfen in den Demozug. Die überaus entschlossen vorgehenden Bullen sprengten in voller Montur und unter rücksichtslosem Knüppeleinsatz die Versammlung, woraufhin sich die TeilnehmerInnen in verschiedene Richtungen entfernten.
Leider gelang es nicht allen Demonstrierenden sich in Sicherheit zu bringen, es gab zahlreiche Ingewahrsamnahmen. Ob es konkret nachweisbare Straftaten gibt, ist bisher nicht bekannt.

Presse:
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/blaulicht/Scharmuetzel-an-Moellerbruecke-mit-Vermummten-id4892698.html“

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4971/2082495/pol-do-vermummte-personen-im-bereich-moellerbruecke

Anschlag auf die Linke Parteibüro

NRWREX
„Erneute Sachbeschädigung an einem Parteibüro in NRW: Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch eine Scheibe des Wahlkreisbüros der Dortmunder Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke an der Schwanenstraße in der östlichen Dortmunder Innenstadt zertrümmert, berichtet das WAZ-Internetportal „derwesten.de“. Nach Attacken mit Buttersäure und Stahlkugeln sei dies bereits der sechste Anschlag, so Jelpke in einer Stellungnahme. Sie vermutet Neonazis als Täter. Zum Bericht:

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/blaulicht/Anschlag-auf-Buero-von-Die-Linke-Abgeordnete-Jelpke-in-Dortmund-id4891284.html“

Weiter wird vermutet das es sich bei der Attacke um eine „Racheaktion“ Dortmunder Neonazis handle nachdem in den vergangenen Tagen, anonymen Berichten zufolge zwei Autos eines bekannten Neonazis abgebrand sind. Dies lässt sich jedoch nicht näher erläutern da keine weiteren Berichte zu den angeblichen Brandanschlägen vorliegen. Weder Presse noch Polizei berichtete über derartige Vorfälle.

Dortmund gegen Homosexuelle?!

via Antifa Jugend Dortmund

Vergebens demonstrierten im März 2011 Dortmunder Prostituierte für den Erhalt des Straßenstrichs.
Die angebliche Zuwanderung von Kriminellen und Zuhältern hat laut SPD nun ein Ende.
Die Betroffenen sehen in der Schließung nur eine Verdrängung in die Illegalität und somit eine große Gefahr von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen.
Denn die Prostitution bleibt natürlich nicht aus, die Stadt nahm den Sexarbeiter_Innen lediglich einen einigermaßen geschützten Raum für ihr Gewerbe.

Die Stadtkassen sind leer und eine weitere Konsequenz ist das Fehlen von rund 80.000 Euro Sexsteuer-Einnahmen.
Die Stadt nimmt sich das Geld jedoch nicht da wo es vorhanden ist, sondern da wo sie den geringsten Widerstand erwartet: Bei der Dortmunder Schwulenszene.
(mehr…)

ALERTA! Gegen den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund

Wir unterstützen den Aufruf des Alerta-Bündnis.

Aufruf des Alerta!-Bündnisses, einem Zusammenschluss des Dortmunder Antifa-Bündnisses und weiteren antifaschistischen Gruppen aus NRW, unter dem Motto: „Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!“.

Alerta!-Bündnis - Dortmunder Antifa-Bündnis & Antifaschistische Gruppen aus NRW

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht.

(mehr…)