Archiv für August 2011

Zusammengeschlagen wegen „falschen“ T-Shirt

Nach einem Pressebericht kam es gestern Abend, Dienstag 23.08, gegen 21 Uhr zu einem Angriff auf einen 25 jährigen Mann der sich auf dem Nachhauseweg befand. Der Angriff geschah im Dortmunder Kreuzviertel.
Nachdem der Mann von einer Frau beleidigt und angehalten worden war, schlug ein Mann im von hinten gegen die Schläfe. Das am Boden liegende Opfer wurde danach von mind. 3 männlichen Personen getreten. Erst als Zeugen den Übergriff bemerkten flohen die Angreifenden. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Auslöser für die Tat war ein T-Shirt was nach Polizeiangaben „linksmotiviert“ sei. Neonazis sind somit als Täter nicht auszuschließen. Auch in der Presse wird ein politische Tat vermutet.
Einen Pressebericht mit Täter_In beschreibung findet sich hier.

Nazikundgebung gestört!

Via Alerta!(Fotos)

„Am heutigen Montag haben 50 Antifaschist_innen eine Kundgebung von Neonazis an den Katharinentreppen gestört. Die höchstens 15 Neonazis wurden von den Nazigegner_innen übertönt und Passant_innen hatten die Möglichkeit die Flugblätter der Nazis in Müllsäcken zu entsorgen.

Bereits am Mittag waren in mehreren Stadtvierteln Neonazis unterwegs und verteilten Flugblätter. Durch ein Großaufgebot der Polizei am Hauptbahnhof verdichteten sich die Hinweise auf eine Kundgebung. Spontan versammelten sich Antifaschist_innen aus den verschiedenen Bündnissen gegen den Naziaufmarsch und stellten sich den Neonazis bereits zu Beginn ihre Veranstaltung entgegen.

Die antifaschistische Kundgebung wurde nach kurzer Zeit von der Polizei auf einen Abstand von etwa 50 Meter zurückgewiesen. Einige Nazigegner_innen gelangten mit Trillerpfeifen in die direkte Nähe der rechten Versammlung und übertönten zusammen mit den restlichen Antifaschist_innen die Redebeiträge der Nazis. Mit Müllsäcken ausgestattete Kundgebungsteilnehmer_innen klärten die Passant_innen über die Nazipropaganda auf und boten eine Gelegenheit die Flyer der Nazis schnell wieder loszuwerden. Parallel verteilten Aktivist_innen der Bündnisse Alerta! und Dortmund stellt sich quer Infomaterial zu den geplanten Blockaden des Naziaufmarsches am 3. September.

In den letzten beiden Jahren gab es regelmäßig vor dem Naziaufmarsch Anfang September Kundgebungen und Aktionen von Neonazis. Das Alerta!-Bündnis ruft in diesem Jahr dazu auf die Aktivitäten der Nazis auch im Vorfeld des Großaufmarsches so effektiv wie möglich zu Stören. Wir wollen keine Ruhe vor dem Sturm. Den Nazis darf auch in den Wochen vor dem Aufmarsch nicht das Feld überlassen werden. Wir werden dort Auftauchen wo Nazis ihre Propaganda verbreiten und uns ihnen wütend, kraftvoll und laut in den Weg stellen!“

In der zwischen Zeit läuft die Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch auf Hochtouren, so sind am vergangenen Wochenende in der Dortmunder Nordstadt, dem Aufmarschgebiet, zahlreiche Plakate und Sticker geklebt worden. Zu dem wurden die dort lebenden Menschen durch eine Gruppe von ca. 25 über die Pläne der Neonazis mit Hilfe von Flyern und einem Lautsprecherwagen aufgeklärt.

SABOTAGE!

via Alerta!

Das Alerta!-Bündnis ruft zur antifaschistischen Kampagne “Keine Ruhe vor dem Sturm” im Vorfeld des sogenannten “Nationalen Antikriegstags” auf.

In den vergangenen Jahren waren die Neonazis nicht nur auf der Demonstration anlässlich des “Nationalen Antikriegstags” aktiv, sondern führen bereits ca. zwei Wochen im Vorfeld beinahe täglich verschiedenste Aktionen durch. Sie versuchten mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit von Bürger_innen, Presse und nicht zuletzt auch der eigenen Szene auf sich zu ziehen. Hauptzweck war es, die Demonstration am ersten September-Wochenende zu bewerben.
Das Spektrum der Aktionen umfasste das Verteilen von Flugblättern in der Innenstadt, das Aufhängen von Transparenten an sichtbaren Orten, das Veranstalten von Kundgebungen und Stickertouren. Zu jeder dieser Aktionen wurden Aktionsberichte veröffentlicht, in denen sie selbstverständlich von vollen Erfolgen sprachen. Unterstützt wurden die Neonazis des “Nationalen Widerstands Dortmund” von zahlreichen Gleichgesinnten aus anderen Städten.
Daran wird deutlich, dass die sogenannten Aktionswochen für die lokale Naziszene einen großen Stellenwert einnehmen.Das Alerta!-Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Neonazis wütend, kraftvoll und laut zu verdrängen, um eine Verbreitung ihrer Propaganda zu verhindern.

Die verstärkte Anwesenheit auswärtiger Neonazis (z.B. aus Unna, Hamm, Recklinghausen, aber auch aus weiter entfernt liegenden Städten) verdeutlicht die Aktionsorientiertheit der sogenannten Autonomen Nationalisten. Zudem werden gemeinsame Aktionen genutzt, um die Zusammenarbeit mit den Dortmunder Neonazis zu intensivieren. Bei den Aktionen selbst sind es dann oft jüngere Neueinsteiger_innen, die scheinbar wichtige Aufgaben übernehmen dürfen und sich dadurch zugehörig fühlen. Zusätzlich zur Mobilisierungswirkung besitzt der Aktionismus somit noch eine soziale Komponente – ideologisch wenig gefestigte Mitläufer_innen werden an die Naziszene gebunden.
Die Einschüchterung der politischen Gegner_innen, neben autonomen auch bügerliche Antifaschist_innen, gehört ebenso zum erklärten Ziel der Neonazis. So kam es in den vergangenen Wochen zu einer Reihe von Anschlägen, Sachbeschädigungen und Übergriffen seitens der Dortmunder Neonazis auf Parteibüros, Autos und nicht zuletzt auch auf die körperliche Unversehrtheit von Menschen.

Um die drei am Tag angestrebten Aktionen in ihren sogenannten Aktionswochen durchführen zu können, werben die Dortmunder Neonazis also um Unterstützung durch auswärtige Neonazis. In diesem Jahr bieten sie ab kommendem Sonntag, dem 21. August, Pennplätze und günstige Verpflegung an.

Das Alerta!-Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Neonazis wütend, kraftvoll und laut zu verdrängen, um eine Verbreitung ihrer Propaganda zu verhindern.
Nutzt unseren Twitteraccount um auf dem Laufenden zu sein, bildet Telefonketten, verbreitet die Infos zu anstehenden bzw. laufenden Aktionen der Neonazis. Überlegt euch eigene Aktionen und mobilisiert Menschen dazu, sich am 3.9. den Neonazis in den Weg zu stellen.

Schließung des Straßenstrich fordert erstes Opfer

Als Mitte Mai der Dortmunder Straßenstrich geschlossen wurde, feierten SPD, CDU und andere Gestalten. Der erste Schritt im Kampf gegen das Elend war erfolgreich durchgesetzt und die Prostituierten welche für die Missstände im Kiez ausgemacht wurden, konnten erfolgreich verdrängt werden. SPD Abgeordnete Hetmeier feierte dies sogar mit einem Blaskonzert auf dem ehemaligen Straßenstrich auf der Ravensburgstraße. Was Kritiker_Innen und Prostituierte der Stadt u.A. vorwerfen, mangelnder Schutz der Prostituierten, ist nun traurige Realität geworden. So wurde in den Morgenstunden des 17.08. eine junge Prostituierte von einem bisher unbekannten aus dem Fenster eines Wohnhauses im Dortmunder Norden geworfen. Die Frau erlitt dabei Lebensgefährliche Verletzungen. Der Tat vorausgegangen sei ein Lauter Streit, so Zeugen_Innen gegenüber der Polizei.

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Ruhrnachrichten