Archiv für Oktober 2011

Polizei übt sich in Peinlichkeiten

via Ruhrbarone

Heute wollte die Dortmunder Polizei den Anwürfen aus der Politik und den Medien entgegentreten, die ihr Untätigkeit im Kampf gegen Neonazis vorgeworfen hatten. Die Pressekonferenz geriet zum PR-Desaster – wegen einer Mutter.

Ob Medien oder Politik: In den vergangenen Tagen wurde die Kritik an der Arbeit der Dortmunder Polizei laut. Die SPD forderte ein härteres Durchgreifen gegen Neonazis, die Ruhr Nachrichten berichteten über die Entwicklung Dortmunds zur Nazi-Hochburg.
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Reader zu Strassennamen in Dortmund veröffentlicht

via Antifa Union

Straßennamen sind dem öffentlichen Verkehr gewidmet und dienen in erster Linie zur räumlichen Orientierung. Sie sind dabei im Alltagsbewusstsein nur als bloße Bezeichnung geläufig, der jeweilige spezifische vergangenheitspolitische Hintergrund der Namen spielt für die meisten BürgerInnen wohl kaum eine Rolle. Allerdings gehören gerade sie zum sichtbaren Teil der Vergangenheitspolitik einer Stadt und dokumentieren die zur Zeit ihrer Verleihung vorherrschenden Geschichtsbilder, die abhängig von politischen Verhältnissen und soziokulturellen Rahmenbedingungen sind. Straßennamen sind also historisch gewachsen und ihre (Um)-Benennungspraxis ist keinesfalls unpolitisch. Das Erinnern an geschichtsträchtige Ereignisse und Persönlichkeiten geschieht im öffentlichen Raum demnach nicht nur mittels von Denkmälern und Gedenktafeln, sondern auch durch die Benennung von Straßen und Plätzen.

Mit der Herausgabe dieses Readers möchten wir eine Anregung schaffen, sich mit der geschichtspolitischen Bedeutung von Straßennamen auseinanderzusetzen und die jeweiligen Benennungen auch kritisch zu hinterfragen. Anhand einiger Dortmunder Beispiele wollen wir veranschaulichen, welche soziohistorischen und politischen Umstände bei der Straßenbenennung eine Rolle spielen bzw. gespielt haben. Zudem wollen wir der Frage nachgehen, inwiefern die Umbenennung einer Straße mit fragwürdigem Erinnerungsinhalt sinnvoll ist. Durch die Publikation unserer Broschüre erhoffen wir uns, einen Ausgangspunkt für eine Debatte um fragwürdige Dortmunder Straßennamen zu schaffen.

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Spitzenreiter in NRW…

In keiner Stadt in NRW gab es in der jüngeren Vergangenheit so viele Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund wie in Dortmund, berichten die Ruhr-Nachrichten. Die Zahl der Vorfälle in Form von gewalttätigen Angriffen, Hakenkreuz-Schmierereien und rechten Parolen habe sich in den vergangenen Wochen noch einmal gehäuft. Seit dem 3. September sei es in Dortmund mindestens zu sieben Gewaltdelikten mit rechtsextremistischen Hintergrund gekommen. „Zwischen 2005 und 2010 gab es in der größten Stadt des Ruhrgebiets deutlich mehr Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund (1080) als in anderen Städten Nordrhein-Westfalens. Köln (648) und Aachen (485), die ebenfalls als Hochburgen gelten, blieben weit hinter diesen Zahlen zurück“, heißt es in dem Bericht der Ruhr-Nachrichten:

Ruhr Nachrichten

Das Blatt beschäftigt sich auch mit der Frage, was die größte Stadt des Ruhrgebiets so attraktiv für die Neonazis macht:
Ruhr Nachrichten 2

und nimmt die „Autonomen Nationalisten“ als neue Bedrohung unter die Lupe:

Ruhr Nachrichten 3

NRWREX

Harkenkreuz im Maisfeld

Ein Hubschrauberpilot hat in einem Maisfeld in Dortmund-Scharnhorst ein 30 Mal 30 Meter großes Hakenkreuz entdeckt. Der Mann sah das Symbol am Montagnachmittag beim Anflug auf den Dortmunder Flughafen und informierte die Behörden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach Angaben der Polizei hatten unbekannte Täter vermutlich in der Nacht zum Montag das Hakenkreuz in das Feld geschnitten oder getreten. Während man von der Straße aus ein normales Feld erblickte, war das Symbol aus der Luft zu erkennen. In Absprache mit dem Landwirt ebneten Polizisten am Dienstag die betroffene Fläche in dem Maisfeld ein. Ruhr-Nachrichten und „derwesten.de“ berichten:

Presse:
Ruhrnachrichten
der Westen
Nrw-Rex