Archiv für November 2011

„NSU“ hatte 10 Dortmunder im Fadenkreuz

10 Personen und 50 Institutionen sollen die Neonazis der „NSU“ in Dortmund auf einer schwarzen Liste geführt haben. Unter anderem den FDP-Bundestagsabgeordneten Michael Kauch, sowie Abgeordnete der DKP Dortmund. Wie angekündigt sprach das Bundeskriminalamt in den Vergangenen Tagen alle Personen an welche auf der List waren. Wer die anderen Personen bzw. Institutionen sind wissen die bereits angesprochenen jedoch nicht.
Zudem machte das BKA das Angebot Privatwohnung als auch Parteibüro auf Sicherheitslücken zu überprüfen.

Dies verdeutlicht einmal mehr das sowohl die Dortmunder als auch die Neonazis der „NSU“ nicht nur gegen Politische Gegner_Innen oder Migranten_Innen angreifen, sondern auch gezielt Etablierte Parteien als auch Personen der „Mitte der Gesellschaft“ angreifen und diese attackieren.

Presse:
Der Westen

Dortmunder Neonazis, rechte Gewalt und die „NSU“

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass der wegen Mord schon einmal im Gefängnis sitzende, Neonazi Sven K. welcher Mitglied der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld ist, wieder in U-Haft sitzt werden nun weitere Informationen über zusammenhänge zwischen dem NW-Dortmund und der Terrorzelle „NSU“ bekannt.
Die antifaschistische Union Dortmund verfasste dazu einen Bericht. Wie in Medien momentan zu lesen ist, wird momentan geprüft ob der Führende Dortmunder Neonazi Dennis Giemsch, im Jahr 2009 auf dem „Thüringentag der nationalen Jugend“ Kontakte zu Mitglieder bzw. Unterstützern der „NSU“ pflegte. Dies stelle ihn zwar nicht in direkten Terrorverdacht, verdeutlicht aber die Zusammenarbeit und Verknüpfung militanter Neonazis in Deutschland.

Sven K. wieder in Haft

via Antifa Union

Wie bereits vermutet, handelt es sich bei dem 24-jährigen Dortmunder Neonazi, der bei dem Übergriff auf zwei Jugendliche am Samstagabend noch am Tatort festgenommen werden konnte, um den rechten Mörder Sven Kahlin von der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld. Wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen befindet sich Kahlin seit gestern wieder in Haft.


Sven Kahlin hält seine Rede beim Naziaufmarsch am 23.10.2010 in Hamm

Am Ostermontag 2005 hatte Kahlin den Punker Thomas Schulz erstochen und wurde daraufhin wegen Totschlags zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt. Ein Gutachter hatte festgestellt, dass von dem Neonazi nach der Entlassung aus der JVA Werl keine weiteren Straftaten zu erwarten seien. Nur wenige Wochen nach seiner vorzeitigen Haftentlassung Ende September 2010 war Sven Kahlin allerdings wieder an rechten Gewalttaten aktiv beteiligt und trat als Redner bei Neonaziaufmärschen auf. Kahlin war beispielsweise an dem brutalen Überfall auf die Hirsch Q am 12. Dezember 2010 beteiligt, auch wenn die Staatsanwaltschaft ihn auf dem Überwachungsvideo bisher nicht eindeutig identifizieren konnte.

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Nordstadt-Verbot für Nazi-Demos?

Die WAZ berichtet über einen Antrag auf Nazi-Demo verbot in der Nordstadt.
Der Bezirksrat der Innenstadt Nord hat unter Federführung von FDP/Bürgerliste und den Grünnen den Rat der Stadt Dortmund dazu aufgefordert ein offizielles Nazi-Demo verbot für die gesamte Innenstadt Nord auszusprechen. Damit reagiere man auf die zum Teil militanten Proteste gegen den vergangenen Naziaufmarsch im September durch die als alternativ und Migranten geprägt geltende Nordstadt.

So mit ist das nun aufkommende Verbot, sowie Pro und Contra, von Naziaufmärschen und Organisationen auch in Dortmund angekommen.
Oftmals vergessen wird dabei jedoch, dass derartige Verbote der Auslöser für den Angriff von rund 400 Neonazis auf die 1.Mai Demo des DGB 2009 waren. Und das Verbote Neonazis sicherlich nicht davon abhalten werden ihre Menschenverachtenden Ideologie weiter zu verbreiten. Eine Konsequenz Seitens der Neonazis könnte es dann nämlich sein in den „Untergrund“ zu gehen.