Archiv für Januar 2012

Was auf die Ohren

Das Universitätsradio eldoradio* hat in den vergangenen tagen mehrere Podcasts zur Dortmunder Neonazi-Szene Online gestellt. An insgesamt vier tagen brachte das Radio Beiträge zu verschiedenen Themen mit Bezug auf die lokale Neonazis-Szene.

Berichterstattung über Rechtsextremismus (26.01.2012)
[mp3 herunterladen] (3.3 MB / 2:24 min)

Neonazis unter BVB-Fans? (25.1.2012)
[mp3 herunterladen] (4.2 MB / 3:6 min)

Die Rechte Szene in Dortmund (24.1.2012)
[mp3 herunterladen] (5.5 MB / 4:0 min)

Opfer rechter Gewalt (23.1.2012)
[mp3 herunterladen] (4.4 MB / 3:13 min)

Außerdem veröffentliche das Antifa Medienzentrum Dortmund einen Mitschnitt der bereits am 17.1. gelaufenen Veranstaltung des apabiz unter dem Thema „Kein 10. Opfer!?“
Dieser Mitschnitt ist hier online.

Dortmund den Dortmundern!?

„Dortmund den Dortmundern“ so lautet der Titel eines Modellprojektes der „multilateral academy“ mit Sitz in der Dortmunder Innenstadt. Das Projekt soll vom Bundesfamilienministerium gefördert werden und im Kampf gegen Rechtsextremismus „neue“ Wege gehen. So sollten laut Konzept „rechtsextrem orientierte Jugendliche“ gegen demokratische Jugendliche antreten und verbal über Sinn und Unsinn rechter Ideologien diskutieren.
Unterstützung sollte das Projekt durch Dortmunder Akteure erhalten welche seid längerem aktiv gegen Neonazis arbeiten, so bspw. die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund und andere. Nach dem in den vergangenen Tagen bereits die antifaschistische Jugend Dortmund unter dem Titel „No fairplay for fascist!“ eine Stellungsnahme zu dem Projekt veröffentlichte, folgte am 24.1. ein offener Brief des Dortmunder Antifa-Bündnis. Nun berichtet die Dortmunder lokal Zeitung Ruhrnachrichten bereits, dass das Projekt so gut wie vom Tisch sei, da auch bei der Stadt der Sinn dieses Projektes kritisch beugt würde.
Die Dortmunder Neonazis sehen dem Ende des Projektes etwas trauriger hinterher, so sei doch die Chance demokratische, von „Systemmedien“ verblendete Jugendlich von der nationalen Sache zu überzeugen ein wichtiger Arbeitsauftrag in der rechten Szene. Und der Titel des Projektes „Dortmund den Dortmundern“ sei ein weiterer Beweis für fortschreitende Überfremdung der Stadt.
Derartige Reaktionen der Neonazis waren dabei jedoch abzusehen, dabei stellt die Namenswahl nur eine der Dummheiten in dem Konzept des Projektes dar.

Paradigmenwechsel bei Antifa-Demo

via DAB

Am 28. März 2005 wurde der Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz von dem damals 17-jährigen Neonazi Sven Kahlin ermordet, weil Thomas die rechten Sprüche des Naziskins nicht unkommentiert stehen lassen wollte. Kurz darauf demonstrierten mehr als 4.000 Antifaschist_innen in Dortmund gegen Neonazis. Dazu hatte ein breites Bündnis antifaschistischer Gruppen aufgerufen. Seither organisieren Dortmunder Antifaschist_innen jedes Jahr eine Demonstration in Gedenken an Thomas Schulz, an der regelmäßig mehrere Hundert Personen teilnehmen. Der alljährliche Aufzug zum Monatswechsel vom März zum April ist weitläufig auch als „Thomas-Schulz-Gedenkdemo“ oder kurz „Schmuddel“-Demo bekannt.
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17.3. Auf die Strasse gegen Polizeigewalt

Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf der Antifajugend Dortmund


„Wir können auch anders – Widerstand gegen Cops, Staat und Repression

Wir alle kennen das, ob auf antifaschistischen Demonstrationen, Antinazidemos oder auf Antiglobalisierungsprotesten, kurz gesagt immer da wo Menschen die Entwicklung der Gesellschaft kritisieren und sich den Verhältnissen von Herrschaft und Ausbeutung widersetzen, steht uns Aktivist_innen ein riesiges Aufgebot der Polizei gegenüber, dass uns mit Schlagstöcken, Reizgasen, Wasserwerfern, Hundestaffeln und auch Schusswaffen entgegentritt.
Jedes Jahr werden tausende Menschen durch Schläge, Tritte oder Folter von Polizist_innen verletzt oder durch deren Waffen getötet.
Aus diesem Grund werden am 17. März 2012 bereits zum 16. Mal am internationalen Tag gegen Polizeibrutalität Menschen auf die Straße gehen.
Auch wir setzten uns nun zum 3. Mal mit dem Thema auseinander und wollen in Dortmund demonstrieren.
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