Archiv für März 2012

Es bröckelt…

„There´s something going on in this town“

An der Fassade der Dortmunder Neonazis-Szene scheint es zu bröckeln. Nach dem Schlag gegen das „AB-Mittelrhein“, wird auch der Wind gegen die Dortmunder Neonazis zunehmend stärker.
Dies bedeutet Konkret, dass es in der nahen Zukunft zu mehren Verhandlung gegen u.A. führende Köpfe der Dortmunder Neonazis-Szene kommen wird. Außerdem zeigt auch die Dortmunder Polizei, neuerdings, ein Interesse am Kampf gegen Rechts.
Zudem ganzen wird auch innerhalb der Szene die Kritik an den Dortmunder Neonazis lauter, so mussten diese ihren, für den 1.Mai, geplanten Aufmarsch absagen und einer anderen Stadt (Bonn) der Vortritt lassen. So hieß es Intern: „Was ist das mit Dortmund? Am 31.03. soll doch schon für gegen die Räumung des Wohnprojekts demonstriert werden und gut einen Monat später dann 1. Mai? September noch Antikriegstag? Na, wer weiß was da noch alles kommt…“.
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Eine Gedenktafel für Thomas

via AID.

In Gedenken an den 2005 von einem Neonazi ermordeten Thomas Schulz findet am 28. März eine Kundgebung an dem damaligen Tatort statt. Ab 18:30 Uhr wird am U-Bahnhof Kampstraße (oberirdisch) an den Punker, den seine Freunde „Schmuddel“ nannten, im Rahmen einer Kundgebung gedacht. Das Dortmunder Antifa-Bündnis ruft dazu auf, an der vom „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ organisierten Veranstaltung teilzunehmen.

Im Rahmen der Kundgebung wollen wir besonders unsere Forderung nach einer Gedenktafel erneuern. Bereits vor Jahren hatte die zuständige Bezirksvertretung beschlossen, nach einem Umbau der Kampstraße zum „Boulevard“ eine solche Tafel anzubringen. Wie lange soll diese Gedenktafel noch aufgeschoben werden?. Wir sehen keinen Grund, der dagegen spricht, bereits jetzt eine Gedenktafel aufzustellen, und fordern die Stadt auf, nun endlich zu handeln.

Während in Dortmund immer noch zahlreiche Straßen den nationalistischen Protagonisten der verschiedenen deutschen Großmachtsträume gewidmet sind, finden sich die aktuellen Opfer rechter Gewalt im Stadtbild nicht wieder. Bereits im Oktober 2011 veröffentlichte die Antifaschistische Union, Teil des Dortmunder Antifa-Bündisses, eine Broschüre, die sich mit dem Thema Straßennahmen und Erinnerungskultur auseinandersetzt. Während andere Städte an Opfer rechten Terrors durch Gedenktafeln oder symbolische Umbenennung von Straßen oder Plätzen erinnern, steht Dortmund hier zurück.

28.03. Nichts ist vergessen!

Am morgigen Mittwoch jährt sich zum 7. mal der Mord des Neonazi Sven Kahlin an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz. Auch in diesem Jahr wird es dazu eine Gedenkkundgebung geben. Veranstaltet wird diese durch das Bündnis gegen Rechts. Das Dortmunder Antifa-Bündnis ruft zur Beteiligung an der Kundgebung auf!


Start ist um 18:45 Uhr am Tatort, der U-Bahn Station Kampstraße.

Jüdisch in Dortmund

Der Ruhrbaron Stefan Laurin hat für die „Jüdische Allgemeine“ in Dortmund eine neue Form des Stadtrundgang ausprobiert.

„Die Audio-Führung »Komm, ich zeig Dir, was in Dortmund jüdisch ist …«
bietet einen guten Einstieg in die Vergangenheit und Gegenwart jüdischen
Lebens. Man sollte sich allerdings gute zwei Stunden Zeit nehmen für die
Tour. Zudem braucht man eine gute Vorstellungskraft: Denn die jüdische
Geschichte Dortmunds ist fast vollkommen vernichtet“

Die 19 MP3-Dateien, eine Karte im PDF-Format und die GPX-Datei,
um sich via GPS zu orientieren, gibt es seit dem 15. März kostenlos zum
Herunterladen.