„Unser ganzes leben…“

„Desorientiert?“

Am Wochenende zeigten sich Teile der Dortmunder Fanszene von ihrer „besten Seite“. So entrollten gegen Ende des Spiels, bei der Begegnung Borussia Dortmund – Werder Bremen, einige Fans 2 Transparente auf denen homophobe Beleidigungen gegen die Bremer Fan bzw. Ultra-Szene zu lesen war. Dies führte anschließend zu Auseinandersetzungen zwischen Borussia Fans.

Im Jahr 2007 konnte durch antifaschistische Intervention ein „Thor-Steinar“ verbot im Dortmunder Stadion durchgesetzt werden. Das dies ein Problem mit Neonazis im Stadion nicht lösen würde, war dabei von Anfang an klar. Spätestens seid den 80ern hat der Ruf der Dortmunder Fan und Ultra-Szene immer wieder mit einen rechten Beigeschmack. So war in den 80ern bis in die 90er die Hooligan Truppe „Borussen-Front“ welche sich auch aus rechten Schlägern u.A. Siegfried Borchardt rekrutierte immer wieder für Schlagzeilen gut. Diese Gruppe konnte jedoch durch den Einsatz des Fan-Projektes erfolgreich aus der Südkurve gekickt werden.

Mittlerweile sind es andere welche durch rechte Sprüche auffallen oder denen ein Kontakt in die Rechteszene nachgesagt wird. Dabei gerät die Gruppe Desperados 99 immer wieder in die Kritik, dabei bekundete die sich als Ultras und Hooligan Truppe verstehende Gruppe erst Anfang der Saison nichts mit rechten zu tun haben zu wollen.
Schon kurz nach dem Spiel am Samstag war jedoch bekannt das Teile genau dieser Fangruppe die Spruchbänder mit den Sprüchen „Lieber ne Gruppe in der Kritik, als Lutschertum und Homofick“ und „Gutmenschen, Schwuchtel, Alerta-Aktivist, wir haben euch im ›20 gegen 100‹ gezeigt, was Fußball ist.“ entrollten.




Hintergrund dafür ist eine seid langem anhaltende Auseinandersetzung mit den sich als antifaschistisch verstehenden Bremer Ultras von „Infamous Youth“.
Das es im Stadion zu einer Schlägerei zwischen Borussia-Fans kam hat dabei jedoch nichts mit den Text auf dem Transparent zu tun, sondern mehr damit das die Sicht versperrt wurde.
Erfreulich ist es das sich weite Teile der Dortmunder Fanszene von dem verhalten und den Beleidigungen Distanzieren, es ist jedoch abzuwarten ob dies nur Lippenbekänntnisse sind oder Taten folgen, was bei einer sich „unpolitisch“ gebenden Fanszene wie der Dortmunder schwer sein dürfte. Eine ähnlich Homophobe Beleidigung seitens der BVB Netradio Modeatoren Norbert Dickel und Boris Rupert, gegen Werder Bremen im Hinspiel, blieb bis weilen ohne größere Konsequenzen.
Damals vermuteten Dickeln und Rupert hinter dem lila/rosa Farbenden Trikot des Werder Torwarts stehe dessen Homosexualität und so wurde dieser prompt als „Schwuchtel-Hemdchen“ tituliert.

Presse:

Pottblog
WAZ

RN


1 Antwort auf „„Unser ganzes leben…““


  1. 1 BVB-Fans und Nazis Hand in Hand « Dortmunder Infoportal für (radikale) linke Politik Pingback am 23. April 2012 um 18:01 Uhr
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