Eine Gedenktafel für Thomas

via AID.

In Gedenken an den 2005 von einem Neonazi ermordeten Thomas Schulz findet am 28. März eine Kundgebung an dem damaligen Tatort statt. Ab 18:30 Uhr wird am U-Bahnhof Kampstraße (oberirdisch) an den Punker, den seine Freunde „Schmuddel“ nannten, im Rahmen einer Kundgebung gedacht. Das Dortmunder Antifa-Bündnis ruft dazu auf, an der vom „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ organisierten Veranstaltung teilzunehmen.

Im Rahmen der Kundgebung wollen wir besonders unsere Forderung nach einer Gedenktafel erneuern. Bereits vor Jahren hatte die zuständige Bezirksvertretung beschlossen, nach einem Umbau der Kampstraße zum „Boulevard“ eine solche Tafel anzubringen. Wie lange soll diese Gedenktafel noch aufgeschoben werden?. Wir sehen keinen Grund, der dagegen spricht, bereits jetzt eine Gedenktafel aufzustellen, und fordern die Stadt auf, nun endlich zu handeln.

Während in Dortmund immer noch zahlreiche Straßen den nationalistischen Protagonisten der verschiedenen deutschen Großmachtsträume gewidmet sind, finden sich die aktuellen Opfer rechter Gewalt im Stadtbild nicht wieder. Bereits im Oktober 2011 veröffentlichte die Antifaschistische Union, Teil des Dortmunder Antifa-Bündisses, eine Broschüre, die sich mit dem Thema Straßennahmen und Erinnerungskultur auseinandersetzt. Während andere Städte an Opfer rechten Terrors durch Gedenktafeln oder symbolische Umbenennung von Straßen oder Plätzen erinnern, steht Dortmund hier zurück.