Archiv für April 2012

Prozessbeginn gegen Dennis G. und Alexander D.

„Von nichts gewusst, ne schlechte Tarnung!“

Foto: Rottmann / WAZ

Heute begann der lang erwartete Prozess gegen Dennis G. und Alexander D.. Die beiden werden angeklagt den Angriff auf die DGB-Demonstration am 1.Mai 2009 maßgeblich organisiert zu haben. Damals griffen ca. 400 Neonazis die 1.Mai Demonstration des DGB an und verletzten dabei mehrere Menschen, die Polizei welche zu anfangs Überfordert schien schaffte es schlussendlich rund 400 Neonazis in der Innenstadt festzusetzen.

In den vergangenen Monaten wurden bereist 20 dieser Neonazis wegen des Angriffs verurteilt. Fast genau drei Jahre nach der Tat, welche für bundesweites Aufsehen sorgte, müssen sich nun zwei der führenden Köpfe des „NW-Dortmund“ vor Gericht für die Tat verantworten. Die Anklage lautet Landfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Für die 26 und 28 Jahre alten Neonazis könnte dies bis zu drei Jahren Haft bedeuten. Verteidigt werden die Dennis G.(26) und Alexander D. (28) u.A. von dem bekannten Nazianwalt André Picker, dieser ist zur Zeit für „Pro-NRW“ aktiv und verteidigt seid Jahren Neonazis vor Gericht. Picker ist auch für sogenannte „Rechtsschulungen“ innerhalb neonazistischer Kameradschaften zu verantworten.

Im Gerichtsaal fanden heute 50 Menschen Platz, um möglichen Neonazis den Platz zu nehmen rief der DGB dazu auf schon früh um 7:00 Uhr am Gericht zu sein. Unterstützt wurde der DGB dabei von den Grünen. Der Prozess ist auf insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt ein Urteil wird frühestens am 19.Juni erwartet. Die beiden Angeklagten bestreiten dabei die gegen sie erhobenen Vorwürfe.

Presse:
WAZ
RN

BVB-Fans und Nazis Hand in Hand

Am vergangenen Samstag holte Borussia Dortmund, verdienter maßen, erneut die Deutsche Meisterschaft im Profi-Fussball. Überschattet wurde die Feier von tausenden BVB Fans durch einen erneuten Angriff von Neonazis und rechten Fussball Fans auf die Besucher der Kneipe Hirsch Q. Bereits vor wenigen Wochen wurde über die Fangruppe „Desperados 99″ berichtet, welche immer wieder durch rechte Gesten auffällt.
Das Dortmunder Antifa-Bündnis, hat eine Pressemitteilung zum vergangenen Samstag veröffentlicht welche wir hier dokumentieren wollen.
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27.04. Antifaschistischer Frühjahresputz

„Nazistrukturen wech buffen!“
Der Anfang ist gemacht, die Dortmunder Neonazis haben massive Probleme rund um ihr Nationales Zentrum und wie lange sich dieses noch halten wird. Auch in Dortmund-Dorstfeld ist es unangenehmer für die „Autonomen Nationalisten“, rund um den Nationalen Widerstand Dortmund, geworden.
Zeit nach zu legen!
Das Dortmunder Bündnis gegen Rechts ruft wieder zum „antifaschistischen Frühjahresputz“ auf.
Los geht es am 27.04. um 15:00 Uhr an der Ubahnstation Heinrichstraße

Die „deutsche Jugend“ und der Sport

Derzeit warnt der Dortmunder Stadtsportbund (SBB) vor einer möglichen Unterwanderung von Sportvereinen durch Dortmunder Neonazis. So sei jüngst der Neonazi Dennis G. in einem Badminton-Verein aufgeflogen. Dennis G. zusammen mit Alexander D. ende April, wegen des Angriffs 2009 auf die 1.Mai Demonstration des DGB vor Gericht, versuchte in einem Verein in Dortmund-Kley Fuß zu fassen.
Nach seinem Bekannt werden wurde Dennis G. sofort mit einem Hausverbot belegt, welches er ohne Wiederworte hin nahm und den Verein verließ.
Der Verein in dem Dennis G. versuchte unter zukommen sieht die Teilnahme am Training und den Versuch im Verein unter zukommen als abgebrühte Aktion des Neonazis an, da sich der Verein schon seid langem auch offiziell gegen Rechts engagiere. Man vermute das sich der Verein bewusst ausgesucht wurde um dort nationalistisches Gedankengut zu verbreiten.
Der Vorsitzende des Vereins appelliert nun an andere Dortmunder Sportvereine die Augen offen zu halten und Neonazis keinen Platz zu bieten. Die Dortmunder Sportjugend im SSB arbeitet momentan an einem Konzept wie Gegenaktionen zu Naziaufmärschen aussehen können.

Presse:
WAZ