Archiv für Mai 2012

Stress zwischen NPD und „Freien“ wegen Neuwahl

Die Wahl zum Dortmunder Stadtrat aus dem Jahr 2009 muss wiederholt werden. Die lokale NPD macht sich nun große Hoffnungen, ihr Ergebnis (0,9 %, 1 Mandat) verbessern zu können und in Fraktionsstärke in den Rat einzuziehen. Da die Wahl, die auf den 26. August terminiert ist, eine Wiederholungs- und keine Neuwahl ist, können nur diejenigen Parteien gewählt werden, die bereits 2009 auf den Stimmzetteln standen. Für die NPD bedeutet dies, dass sie keine lästige Konkurrenz fürchten muss: Die DVU ist in Dortmund nicht mehr existent, pro NRW stand 2009 noch nicht zur Wahl.
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Alles bleibt beim alten, fast.

Am 13.05. wählten die Menschen aus NRW – und welch ein wunder es ändert sich nichts. Zumindest nicht daran wer NRW vom Landtag in Düsseldorf aus regieren darf. Dabei gibt es Gewinner wie die Piraten und die FDP als auch die Verlierer von CDU und die Linke.
In Dortmund waren ca. 421.600 Menschen Wahlberechtigt, 55,9% dieser nahmen das Angebot an und machten ihre Kreuzchen, damit stieg die Beteiligung bei der Wahl minimal.
Wie auch in Dortmund nicht anders zu erwarten, wählten knapp 50% der Menschen die SPD. Die NPD, welche sich auch in Dortmund Mühe gab Wahlkampf zu betreiben, bekam 1.615 Stimmen in vier Wahlbezirken. Dies sind 0,7%. Bei den letzten Landtagswahlen in NRW bekam die extrem Rechte Partei 2.588 Stimmen, damals 1,1%. Somit hat die NPD fast die Hälfte ihrer WählerInnen in Dortmund verloren.
Die „Steineschmeißer“ von „Pro-NRW“ hingegen konnten einen minimal Gewinn von Stimmen für sich behaupten. So bekamen sie 2010 1.647 Stimmen, dies war damals 0.7%, bei der Wahl am vergangenen Sonntag kletterten sie hinauf auf 2.759 Stimmen und liegen somit bei 1,2%. Ob dies am „erfolgreichen“ Wahlkampf von „Pro-NRW“ lag ist dabei jedoch eher an zu zweifeln.

Ergebnisse 2012
Ergebnisse 2010

Dortmunder Neonazis gründeten „Combat-18″ Zelle

Der WAZ-Rechercheblog berichtet:

Marco G. ist immer der dürre Nazi mit den großen Füßen. Er hasst Juden und Ausländer und trägt immer große Schuhe. Auf dem Foto der Neonazi-Band „Weisse Wölfe“ zielt er mit einer Pistole in das Gesicht des Betrachters. Trotz Vermummung wollen ihn die Verfassungsschützer an seinen Schuhkartongroßen Stiefeln erkennen. Die Band singt: „Am Tag der Rache wollen wir euch bluten sehn.“
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„Pro-NRW“ Kundgebung lautstark gestört

“ Ein Wanderzirkus hinter Gittern…“

Die für heute angesetzte Kundgebung der Rechtspopulisten von „Pro-NRW“, in Dortmund, begann pünktlich um 14 Uhr. Grade mal genug AnhängerInnen für ein 7. klassiges Fußballteam waren dem Aufruf gefolgt. Zuvor waren sie, auf ihrer „Heilgenmission“, in Bochum.
In Dortmund gelang es ca. 200 Menschen, unterschiedlichster Couleur, die Kundgebung in einem einzigen Pfeifkonzert untergehen zu lassen. Aus Sicherheitsgründen musste „Pro-NRW“ in einem Käfig aus „Hamburger“ Gittern stehen. Zu größeren Zusammenstößen kam es nicht, die Polizei verhielt sich an diesem Tag auffallend deeskalierend. Trotzdem flogen mehrere Gegenstände in Richtung der RassistenInnen. Immer wieder machten AnwohnerInnen aus ihren Fenstern den RassistenInnen verständlich was sie von ihnen halten.
Nach ca. 1 1/2 Std. bauten sie ihren Stand ab und verschwanden Richtung Unna. Von ihren Reden bekam so gut wie niemand etwas mit. Der einzige „Erfolg“ für „Pro-NRW“ dürfte es dabei gewesen sein mal wieder in der Presse gelandet zu sein. Wieder mit negativen Hintergrund.

Presse:
WAZ
RN