Amtsgericht verurteilt 26 jährigen Neonazi

Das Amtsgericht Dortmund hat einen 26 jährigen Neonazi zu 6 Monaten auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 800 € verurteilt. Hintergrund für den Prozess ist der versuchte Angriff von mehreren Neonazis auf ein Friedensfest am 03.09.2011. Damals veranstaltete die Stadt Dortmund ein solches Fest mitten in Dorstfeld, zuvor protestierten tausende Menschen in Dortmund gegen den alljährlichen Aufmarsch von Neonazis zum sogenannten „nationalen Antikriegstag“. Der Aufmarsch konnte dank Blockade gekürzt werden.
Verantworten musste sicher der 26 jährige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung, Körperverletzung sowie Beleidigung.
Ausserdem musste er sich wegen des zeigen des „Hitlergruß“ verantworten, dabei wurde er zu einer Geldstrafe von 1.800€ verurteilt. Diese Strafe lief zugleich mit ein in das spätere Urteil von 6 Monaten auf Bewährung und 800 €.
Der Angeklagte stand zum Tatzeitpunkt unter dem Alkohol Einfluss von 2 Promille. Er selber zeigte sich bei der Verhandlung Reumütig und versprach sich nun nur noch auf seine Familie und das zukünftige Kind zu konzentrieren.
Diese Ausrede ist in der Dortmunder Neonazi-Szene gern genutzt und führt immer wieder zu milden Urteilen. Das sich die Verurteilten oftmals schon nach kurzer Zeit nicht mehr an die Versprechen gegenüber den Richtern erinnern ist dabei nicht verwunderlich.
Verteidigt wurde der Neonazi durch den Staatsanwalt Ulrich Bambor.

Presse:
WAZ