Archiv für Juli 2012

Anti-Antifaschist meldet Demo in Dortmund an

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via Indymedia

Eigentlich ist der europaweite Protesttag gegen das Überwachungsprogramm INDECT am 28. Juli eine unterstützenswerte Sache. Jedoch nicht in Dortmund und München. Dort meldeten PdV-Aktivisten die Demos an, in Dortmund ein Anti-Antifaschist.
In Dortmund ist Igor Ryvkin der Demoanmelder. In einem Werbevideo wird er als einer der „Köpfe der pdv“ vorgestellt. Auf seinen Facebookprofil verbreitet er als „Igor Riffking“ Verschwörungsideologien von Infokrieg.tv und Artikel aus dem neurechten Monatsmagazin „eigentümlich frei“ (ef). So verlinkte er am Mittwoch zu einer werbenden Buchrezensionen auf „ef“ zu dem Buch „Das linke Netz“, dass im neurechten „Junge Freiheit Verlag“ erschien und ein angebliches „linksextremes“ Zusammenspiel von „Antifa“ und Medien offenlegt. Als Profilbild benutzte er zeitweise ein schwarz-rot-goldenes Männchen, dass einen fünfzackigen roten Stern und ein Hakenkreuz in einen Müllkorb wirft mit der Bildunterschrift: „Den Sozialisten keine Chance!“
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Demo: GEMA weg!

Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf des UZ-DO zur Nachttanzdemo in Dortmund.

„GEMA WEG


Zum 1. Januar 2013 will die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und
mechanische Verfielfältigungsrechte, kurz GEMA, ihre Gebührensatzung
ändern. Diese könnte dazu führen, dass die Kosten für die Realisierung von
Musikveranstaltungen dramatisch steigen. Für zahlreiche Veranstalter und
Kulturstätten könnten diese Mehrkosten das Ende bedeuten, da sie häufig
bereits jetzt am Existenzminimum arbeiten.

Es liegt im Interesse der gesamten Öffentlichkeit, die kulturelle Vielfalt
in den Städten und darüber hinaus zu erhalten. Die sogenannte
„Vereinfachung“ der Gebührensatzung in zwei Stufen engt diese Vielfalt
massiv ein und beweist, dass die GEMA den musikalischen Entwicklungen der
vergangenen zwei Jahrzehnte nicht gerecht wird.

Die GEMA glaubt, zwischen Ernster Musik und Unterhaltungsmusik
unterscheiden zu können. Die GEMA glaubt, es gebe nur zwei Arten von
Musikveranstaltungen. Die GEMA glaubt, wir machen ihren Scheiß mit. Was
wir dazu sagen? GEMA WEG!

Wir beweisen der GEMA, wie ernst wir unsere Musik nehmen. Mit ihr und für
sie gehen wir auf die Straße. Wir zeigen, wie vielschichtig die Musik ist.
Und dass sie unabhängig von jeder Verwertungslogik funktioniert.
Zeigt auch ihr, was ihr von der GEMA haltet. Kommt zur Tanzdemo! Lasst
euch vom Beat tragen und beweist diesen Kulturbanausen, wie kreativer
Protest heute aussehen kann!

Los geht’s am 27. Juli um 18Uhr am Nordausgang des Dortmunder
Hauptbahnhofes. Abschlusskundgebung ist auf dem Friedensplatz direkt bei
der GEMA Bezirksvertretung.“

Sollteste wissen!

Kurz infos…

Freitag, 20.07.2012:

Warum starb Ousman Sey?

Das Dortmund Antifa-Bündnis ruft zusammen mit dem Transnationalen Aktions-Bündnis zu einer Demonstration in Gedenken an den in Polizeigewahrsam verstorbenen Ousman Sey auf. Außerdem wollen die beiden Bündnis durch ihre Demonstration offene Fragen artikulieren welche zur Aufklärung des Falles beitragen.

Start ist um 18 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofes!

Samstag, 21.07.2012:

„Schlacht am Nordmarkt reloaded!?“

Im Rahmen ihrer Deutschland-Tour plant die NPD mit ihrem „Flagschiff Deutschland“ auf dem Nordmarkt, in mitten der Dortmunder Nordstadt, zu „gastieren“. Das dies nicht ohne lautstarke Proteste abläuft wird klar sein.
Dortmunder Antifaschisten_Innen rufen indes dazu auf sich ab 10:30 Uhr auf der Münsterstr. unweit des Nordmarktes zu treffen.

Presse: RN

Tod im Polizeigewahrsam

via. Initiative Christy Schwundeck

„Tod im Polizeigewahrsam – Warum starb, Ousman Sey? – Kundgebung Di., 17.07.

Am Morgen des 7.Juli 2012 verstarb der Afrikaner Ousman Sey in Dortmund kurz nachdem er im Polizeigewahrsam zusammengebrochen war. Vorausgegangen war sein mehrstündiger Versuch ärztliche Hilfe durch einen Notarzt zu bekommen.

Trotz des durch zwei Rettungssanitäter festgestellten Herzrasens und späteren Krampfanfällen, sahen sich die Sanitäter nicht genötigt Ousman in ein Krankenhaus einzuliefern. Die durch Nachbarn gerufene Polizei, nahmen den zweifachen Vater dann um ca. 7:00 morgens in Handschellen mit auf die Polizeiwache, mit dem Verweis auf eine kaputte Fensterscheibe, die Ousman in panischer Todesangst eingeschlagen hatte. Selbst eine dazugerufene Nachbarin, die erfahrene Krankenschwester ist, konnte Sanitäter und Polizei nicht von einer Einlieferung in ein Krankenhaus überzeugen. Auf der Polizeiwache brach der 45-Jährige dann zusammen und verstarb noch in dem nun viel zu spät gerufenen Krankenwagen.
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