Große Löcher reißen

Der Versuch eines Überblicks…

Mit dem Verbot des u.A. „NW-Dortmund“ am vergangenen Donnerstag erlitt die rechte Szene in NRW eine deftige Backpfeife. So verlor der „Verein“ in binnen weniger Stunden einen Großteil seines Hab und Gut. So wurde nicht nur das „Nationale Zentrum“ auf der Rheinischen Str. und der „NW-Bulli“ beschlagnahmt, auch wurde die Internetseite sowie Twitter des „NW-DO“ stillgelegt. Somit war und sind die Dortmunder Neonazis zur Zeit weder im Netz noch auf der Straße mobil.
Zudem wurden Mobiltelefone, Computer und das Sortiment des „Resistore“ beschlagnahmt. Und auch die NPD dürfte sich über den Verlust vieler Werbeplakate ärgern.

Damit hat der jetzige Polizeipräsident Wesseler zusammen mit OB Sirrau und dem Land NRW etwas vollbracht was in den letzten 5 Jahren undenkbar war. In Dortmund wurde entschlossen gegen rechte Strukturen vorgegangen, von Seiten der Polizei und Stadt.
Auch im verlaufe der Woche war dieses Vorgehen überall zu spüren, so konnten Neonazis ihre „Heilige Städte“ Dorstfeld nicht verlassen und zum Kiosk ging es nur in Polizeibegleitung. Diese steht seid nun mehr einer Woche in Dorstfeld und verteilt fröhlich Platzverweise an die Kameraden.
Diese kommen z.Z. mit unter aus ganz Deutschland, vorrangig aus dem Osten so scheint es und es wird sich Mühe gegeben Tapfer und Standhaft zu sein, zumindest nach außen.
Wie es in den WG´s rund um den Wilhelmsplatz aussieht lässt sich nur erahnen, doch kann durchaus berechtigter Weise von den „Dorstfelder Ekelhäusern“ gesprochen werden.
Zur Belustigung dazu tragen „Tischfussballturniere“ unter innovativen Motto bei, aber auch ein versuchter Angriff auf Migranten_Innen, der schon nach wenigen Metern aus der Haustür enden, da die Polizei nur auf derartige Glanzleistungen wartet.
Was also bleibt ist ein zurecht frustrierter „Nazikiez“ der das einzige was ihn nach außen hin immer „Respekt“ eingebracht hat nicht bringen kann, nämlich stumpfen Aktionismus und Gewalt und eine Polizei die in Dortmund nun endlich mal demonstrieren konnte das sie auch machen kann was sie will.

Damit zur Zeit überhaupt noch etwas funktioniert muss schon auf die ach so verhasste NPD zurückgegriffen werden. So meldeten die „Jungen Nationalisten“ für heute (Donnerstag 30.8.) eine Kundgebung am Stadthaus an. Dabei wird in nächster Zeit abzuwarten sein wie „autonom“ die Dortmunder Neonazis denn nun sind bzw. waren und ob der schwarze Pulli nicht bald wieder im Schrank hängt. Erste Zeichen, dass führende Kader bereits vor geraumer Zeit in die NPD eingetreten sind, gibt es bereits.