Auch mal im Rampenlicht stehen

Seid dem Verbot der Neonazi-Kameradschaften (Aachen, Dortmund, Hamm) in NRW ist es ruhig geworden, sollte man meinen.
Doch seit den Verboten versucht zunehmend die NPD Oberwasser zu gewinnen. So richtig funktionieren will aber auch das nicht.



So versuchten bereits im August Neonazis aus dem Spektrum der NPD und deren Jugendorganisation ‚JN‘ in Dortmund als Retter einzuspringen und meldeten „spontan“ eine Kundgebung am Stadthaus an. Hier versammelten sich am 30.08. rund 40 Neonazis und versuchten den Reden von u.A. dem Essener NPD-Kreisverbandsvorsitzenden Marcel Haliti zu lauschen.
Dies klappte jedoch nur bedingt, da aufgrund lautstarker Protestes die Reden der Nazis kaum zu hören waren. So kam es auch, dass die Neonazis nach ca. 1 Stunde ihre Zelte wieder abbauten. Dortmunder Neonazis aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“ waren dabei nur vereinzelt anwesend.
Weiter ging es dann für die NPD am 10.09. wo sie gegen ein neu entstehendes Flüchtlingsheim mobil machen wollte, doch auch dies funktionierte mehr schlecht als recht und so sah man sich knapp 150 Antifaschist_innen gegenüber, die es auch in Dortmund-Derne wieder schafften die NPD mühelos zu übertönen.
Auch hier klappte die „Mini-Kundgebung“ von gerade einmal 12 Neonazis nur mit Unterstützung aus Essen. Nur zwei Tage später wollte die Dortmunder NPD um ihre Ratsherren Axel Thieme und Matthias Wächter dann die Bürgerversammlung in Dortmund-Derne „besuchen“. Hier wollten sie ihren Standpunkt gegen das Flüchtlingsheim noch einmal verlautbaren. Wieder gab es nur „Buh!“-Rufe für den NPD-Kreisverband Dortmund.
So ist es auch nicht verwunderlich das die NPD bei ihrer angekündigten Flyeraktion am vergangenen Samstag vor dem Fußballspiel von Borussia Dortmund gegen Leverkusen nicht anzutreffen war. So bleibt es ein Geheimnis wo sie ihre Flyer zum Thema „Sport bleibt Sport“ unter die Fans gebracht haben will. Das die NPD in NRW, verglichen mit den „Autonomen Nationalisten“, ein eher kleines Problem ist, ist vieler Orts bekannt. Dies sollte jedoch nicht davon abhalten den Fokus mehr in Richtung NPD zu verschieben. Auch aus Dortmund ist bekannt das vereinzelt Neonazis aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“ in den Dortmunder Kreisverband eingetreten sind. Andere von ihnen versuchen es derweil mit Christian Worchs Partei „Die Rechte“.
Eine weitere Möglichkeit gegen die NPD-Strukturen aktiv zu werden bietet sich am kommenden Samstag, dann rufen antifaschistische Gruppen zu einer Demonstration in Essen-Steele auf. Dort hat die NPD eine neue Landeszentrale eröffnet.